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Was kostet eine PV-Anlage in Österreich?

  • Aktualisiert am 22.10.2026
  • Lesezeit rund 4 Minuten
  • Redaktion solar-guide.at

Eine PV-Anlage mit 10 Kilowatt-Peak (kWp) kostete in Österreich 2024 im Mittel rund 1.336 Euro je kWp, ohne Umsatzsteuer. Für die ganze Anlage sind das rund 13.400 Euro netto, mit 20 % Umsatzsteuer rund 16.000 Euro.

Das zeigt die amtliche Marktstatistik, die neuesten Zahlen stammen aus 2024. Kilowatt-Peak ist die Spitzenleistung der Solarmodule unter Normbedingungen. Je größer die Anlage, desto weniger kostet das einzelne kWp.

Taschenrechner neben einem Hausmodell mit Solarmodulen auf dem Dach

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Anlage mit 10 kWp kostete 2024 im Mittel rund 1.336 Euro je kWp, eine mit 5 kWp rund 1.551 Euro je kWp, jeweils ohne Umsatzsteuer.
  • Ein Stromspeicher kostete 2024 rund 706 Euro je kWh nutzbarer Kapazität, ohne Umsatzsteuer.
  • Seit April 2025 gilt für PV-Anlagen wieder der Normalsteuersatz von 20 % Umsatzsteuer.
  • Derzeit gibt es keine Förderung des Bundes, sie wird überarbeitet; ab 2027 ist ein Zuschuss für Speicher geplant.
  • Was Ihre Anlage kostet, hängt von Dach, Gerüst, Zählerkasten und Komponenten ab.
  • Stand 22.10.2026
  • Quellen am Ende des Artikels

Was kostet eine PV-Anlage je kWp?

Der Preis je kWp sinkt mit der Größe der Anlage. Feste Kosten wie Planung, Gerüst und Anmeldung verteilen sich bei einer größeren Anlage auf mehr Module.

Die Marktstatistik des Bundes nennt diese Mittelwerte für schlüsselfertige Anlagen, ohne Umsatzsteuer:

Größe der AnlagePreis je kWp 2024Ganze Anlage (eigene Rechnung)
5 kWp1.551 €rund 7.755 €
10 kWp1.336 €rund 13.360 €
30 bis 50 kWp806 €–

Mit 20 % Umsatzsteuer kostet eine Anlage mit 10 kWp also rund 16.000 Euro. Die Preise stammen aus 2024; eine Auswertung für 2025 war am 22.10.2026 noch nicht veröffentlicht. Ein aktuelles Angebot für Ihr Dach kann davon abweichen.

Was kostet ein Stromspeicher?

Ein Batteriespeicher kostete 2024 im Mittel rund 706 Euro je kWh nutzbarer Kapazität, ohne Umsatzsteuer. Ein Jahr davor waren es noch 840 Euro.

Die Speicher, die 2024 eingebaut wurden, hatten im Mittel rund 20 kWh nutzbare Kapazität. Ob sich ein Speicher für Sie lohnt, lesen Sie im Ratgeber zum Stromspeicher.

Welche Steuer fällt an?

Für PV-Anlagen gilt wieder der Normalsteuersatz von 20 % Umsatzsteuer. Die Befreiung für Anlagen bis 35 kWp galt vom 1. Jänner 2024 bis 31. März 2025. Das Budgetsanierungsmaßnahmengesetz 2025 hat sie vorzeitig beendet.

Bis 31. Dezember 2025 galt der Nullsteuersatz nur noch für Verträge, die vor dem 7. März 2025 geschlossen wurden. Eine neue Befreiung für 2026 gibt es nicht (Stand 22.10.2026).

Wie viel zahlt die Förderung?

Derzeit gibt es keine Förderung des Bundes; sie wird überarbeitet. In den Fördercalls 2026 zahlte der Bund über die EAG-Abwicklungsstelle einen Investitionszuschuss von 150 Euro je kWp für Anlagen bis 10 kWp. Für eine Anlage mit 10 kWp waren das 1.500 Euro. Der letzte Fördercall lief bis 22. Oktober 2026.

Ab 2027 plant der Bund ein neues Modell, das Speicher mit intelligentem Energiemanagement fördert, nicht mehr die PV-Anlage selbst. Höhe und Bedingungen stehen noch nicht fest (Stand 22.10.2026). Einzelne Bundesländer fördern zusätzlich. Mehr dazu im Ratgeber zur Förderung.

Was macht eine Anlage teurer?

Neben Modulen und Wechselrichter bestimmen die Gegebenheiten vor Ort den Preis. Häufige Posten sind:

  • ein Gerüst, besonders bei hohen oder steilen Dächern
  • ein komplizierter Dachaufbau mit Gauben, Kaminen oder mehreren Dachflächen
  • der Umbau des Zählerkastens
  • ein Speicher oder eine Wallbox, die gleich mit eingebaut werden

Wie finden Sie einen fairen Preis?

Am sichersten vergleichen Sie mehrere Angebote für dieselbe Leistung. Achten Sie darauf, dass Leistung in kWp, Speichergröße, Gerüst und Zählerkasten in jedem Angebot gleich behandelt sind.

solar-guide.at empfiehlt: Rechnen Sie jedes Angebot auf den Preis je kWp um, mit und ohne Umsatzsteuer. So sehen Sie schnell, ob ein Angebot aus dem Rahmen fällt.

Wir vermitteln Ihre Anfrage an bis zu drei passende Fachbetriebe. Die Anfrage ist kostenlos und unverbindlich: Angebote vergleichen.

Häufige Fragen und Antworten

Was kostet eine PV-Anlage mit 10 kWp in Österreich?

Nach der amtlichen Marktstatistik rund 13.360 Euro ohne Umsatzsteuer, mit 20 % Umsatzsteuer rund 16.000 Euro. Die Zahlen stammen aus 2024. Derzeit gibt es keine Förderung des Bundes, sie wird überarbeitet; in den Fördercalls 2026 gab es dafür 1.500 Euro.

Gibt es noch 0 % Umsatzsteuer auf PV-Anlagen?

Nein. Der Nullsteuersatz galt bis 31. März 2025, für ältere Verträge bis Ende 2025. Seither gelten 20 %.

Warum ist eine kleine Anlage je kWp so teuer?

Weil Planung, Gerüst, Anmeldung und Montage zu einem großen Teil feste Kosten sind. Bei einer kleinen Anlage verteilen sie sich auf wenige Module.

Quellen

  • Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur und Technikum Wien: Innovative Energietechnologien in Österreich, Marktentwicklung 2024 (Mai 2025)
  • Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus und Technikum Wien: PV-Batteriespeichersysteme, Marktentwicklung 2024 (Stand 16.06.2025)
  • Bundesministerium für Finanzen: Steuersatz für Photovoltaikmodule, letzte Aktualisierung 01.01.2026
  • EAG-Investitionszuschüsseverordnung-Strom, Fassung vom 15.10.2026 (RIS), und Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus: Pressemeldungen vom 23.04.2026 und vom 06.10.2026
  • EAG-Abwicklungsstelle: Förderkalender, abgerufen 22.10.2026