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Stromspeicher für die PV-Anlage: Kosten, Förderung, Nutzen

  • Aktualisiert am 22.10.2026
  • Lesezeit rund 4 Minuten
  • Redaktion solar-guide.at

Ein Batteriespeicher kostete in Österreich 2024 im Mittel rund 706 Euro je Kilowattstunde (kWh) nutzbarer Kapazität, ohne Umsatzsteuer. Er speichert den Solarstrom vom Tag für den Abend und erhöht so den Anteil, den Sie selbst nutzen.

Derzeit gibt es keine Förderung des Bundes; sie wird überarbeitet. Ab 2027 plant der Bund einen Zuschuss für Speicher mit intelligentem Energiemanagement, auch für die Nachrüstung; Höhe und Bedingungen stehen noch nicht fest. Für die Nachrüstung zahlen 2026 Tirol und das Burgenland eigene Zuschüsse.

Mehrere Batteriespeicher an einer Hauswand

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Speicher kostete 2024 rund 706 Euro je kWh, ohne Umsatzsteuer; 2023 waren es 840 Euro.
  • Förderung des Bundes: derzeit keine, sie wird überarbeitet; ab 2027 ist ein Zuschuss für Speicher geplant.
  • Tirol zahlt für die Nachrüstung 100 Euro je kWh, das Burgenland 30 % der Kosten, höchstens 100 Euro je kWh.
  • Jede gespeicherte statt eingespeiste kWh bringt den Unterschied zwischen Strompreis und Einspeisetarif.
  • Bei einer Spitzenkappung nimmt der Speicher den Strom auf, der nicht ins Netz darf.
  • Stand 22.10.2026
  • Quellen am Ende des Artikels

Was kostet ein Stromspeicher?

Die Marktstatistik des Bundes nennt für 2024 rund 706 Euro je kWh nutzbarer Kapazität, schlüsselfertig und ohne Umsatzsteuer. Im Jahr davor waren es 840 Euro, die Preise sind also deutlich gesunken.

Die 2024 eingebauten Speicher hatten im Mittel rund 20 kWh nutzbare Kapazität. Für 20 kWh ergibt das rund 14.100 Euro ohne Umsatzsteuer (eigene Rechnung). Kleinere Speicher kosten weniger, je kWh aber meist mehr.

Welche Förderung gibt es für den Speicher?

Derzeit gibt es keine Förderung des Bundes; sie wird überarbeitet. In den Fördercalls 2026 zahlte der Bund über die EAG-Abwicklungsstelle 150 Euro je kWh, nur für Speicher, die mit einer neuen oder erweiterten PV-Anlage errichtet wurden. Der letzte Fördercall lief bis 22. Oktober 2026.

Ab 2027 soll laut Bundesministerium der Speicher gefördert werden, bei neuen PV-Anlagen und als Nachrüstung, wenn ein intelligentes Energiemanagement ihn netzdienlich steuert. Beschlossen ist das noch nicht; Höhe und Bedingungen werden noch verhandelt (Stand 22.10.2026).

Für die Nachrüstung eines Speichers gibt es 2026 in zwei Ländern Zuschüsse:

  • Tirol: 100 Euro je kWh, bis 10 kWh nutzbarer Kapazität, für Speicher, die nach dem 1. Jänner 2026 in Betrieb gehen, solange Budgetmittel vorhanden sind.
  • Burgenland: 30 % der anrechenbaren Kosten, höchstens 100 Euro je kWh, bis 20 kWh, für Ein- und Zweifamilienhäuser und Reihenhäuser im Eigentum. Nur, wenn keine Bundesförderung bezogen wird.

In Oberösterreich und Salzburg gibt es derzeit keine Speicherförderung des Landes, sie wird überarbeitet; sie lief in Oberösterreich bis 30. Juni 2026, in Salzburg bis Ende 2025. Den Überblick gibt der Ratgeber zur Förderung.

Was bringt ein Speicher?

Ein Speicher verschiebt Solarstrom vom Mittag in den Abend. Ohne Speicher fließt der Überschuss vom Mittag ins Netz, und abends kaufen Sie Strom zu.

Strom kostete Haushalte 2025 laut Statistik Austria vorläufig 0,293 Euro je kWh. Für eingespeisten Strom zahlte die OeMAG im September 2026 10,168 Cent je kWh, im März 2026 nur 5,720 Cent. Jede kWh, die Sie speichern und selbst nutzen, bringt also rund 19 bis 24 Cent mehr als die Einspeisung (eigene Rechnung).

Ob sich der Speicher bezahlt macht, hängt davon ab, wie viele kWh er im Jahr tatsächlich verschiebt. Ein Haushalt mit Wärmepumpe oder E-Auto nutzt ihn meist besser als einer, der abends wenig Strom braucht.

Warum hilft ein Speicher bei der Spitzenkappung?

Seit dem neuen Elektrizitätswirtschaftsgesetz darf der Netzbetreiber die Einspeisung neuer Anlagen auf 70 % der Modulspitzenleistung begrenzen, außer bei höchstens 7 kW vereinbarter Leistung. An sonnigen Mittagen nimmt der Speicher den Strom auf, der dann nicht ins Netz darf. Mehr dazu im Ratgeber zum Einspeisetarif.

solar-guide.at empfiehlt: Lassen Sie sich im Angebot zeigen, wie viel Strom der Speicher bei Ihrem Verbrauch im Jahr verschiebt. Erst diese Zahl zeigt, ob er sich für Sie rechnet.

Wir vermitteln Ihre Anfrage an bis zu drei passende Fachbetriebe. Die Anfrage ist kostenlos und unverbindlich: Angebote vergleichen.

Häufige Fragen und Antworten

Lohnt sich ein Stromspeicher 2026?

Das hängt von Ihrem Verbrauch am Abend ab. Jede gespeicherte und selbst genutzte kWh bringt rund 19 bis 24 Cent mehr als die Einspeisung zum OeMAG-Marktpreis. Mit Wärmepumpe oder E-Auto lohnt sich ein Speicher eher.

Kann ich einen Speicher nachrüsten?

Ja. Der Bund hat die Nachrüstung bis 2026 nicht gefördert; ab 2027 ist das geplant. Tirol und das Burgenland fördern sie 2026. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob die Mittel noch reichen.

Wie groß sollte der Speicher sein?

Das hängt von Anlage und Verbrauch ab. Laut Leitfaden des Landes Oberösterreich musste ein vom Bund 2026 geförderter Speicher mindestens 0,5 kWh je kWp haben; gefördert wurden höchstens 50 kWh. Den passenden Wert berechnet der Fachbetrieb mit dem Angebot.

Quellen

  • Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus und Technikum Wien: PV-Batteriespeichersysteme, Marktentwicklung 2024 (Stand 16.06.2025)
  • EAG-Investitionszuschüsseverordnung-Strom, Fassung vom 15.10.2026 (RIS); Land Oberösterreich: Leitfaden 2026, Stand Juni 2026
  • Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus: Pressemeldung vom 06.10.2026; EAG-Abwicklungsstelle: Förderkalender, abgerufen 22.10.2026
  • Land Tirol: Richtlinie Förderung netzdienlicher Stromspeicher 2026; Pressemeldung vom 30.12.2025, abgerufen 22.10.2026
  • Land Burgenland: Infoblatt Speicheranlagen 2026, abgerufen 22.10.2026
  • Land Oberösterreich und Land Salzburg: Seiten zur Speicherförderung, abgerufen 15.10.2026, Oberösterreich erneut am 22.10.2026
  • Statistik Austria: Energiepreise, Steuern, aktualisiert 11.03.2026
  • OeMAG: Marktpreis, abgerufen 22.10.2026
  • Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) § 101 (RIS), abgerufen 15.10.2026