Förderung für PV-Anlagen in Burgenland
Das Burgenland fördert 2026 die Nachrüstung eines Speichers zu einer bestehenden PV-Anlage: 30 % der anrechenbaren Kosten, höchstens 100 Euro je kWh, bis 20 kWh. Antragsberechtigt sind Privatpersonen mit Ein- oder Zweifamilienhaus oder Reihenhaus im Eigentum, nur wenn keine Bundesförderung bezogen wird. Das Programm läuft bis 31.12.2026; für die PV-Anlage selbst gibt es kein Landesprogramm.
Derzeit gibt es keine Förderung des Bundes; sie wird überarbeitet. Der letzte Fördercall für den Investitionszuschuss lief bis 22. Oktober 2026; ab 2027 plant der Bund einen Zuschuss für Speicher mit intelligentem Energiemanagement, Höhe und Bedingungen stehen noch nicht fest. Den Überblick gibt der Ratgeber zur Förderung.
Bewilligung und Baurecht in Burgenland
Vom Baugesetz ausgenommen sind PV-Anlagen bis 20 kWp auf Gebäuden der Gebäudeklassen 1 bis 3 (§ 1 Abs. 2 Z 7 Burgenländisches Baugesetz 1997). Sie müssen parallel aufliegen oder dürfen höchstens 15 Grad aufgeständert sein und höchstens 30 cm über der Dachhaut liegen. Das gilt auch für Speicher bis 20 kWh. Größere Anlagen brauchen eine Baubewilligung und eine Fertigstellungsanzeige.
Daneben gelten Bebauungsplan, Ortsbildschutz und Denkmalschutz. Ob in Ihrem Fall eine Bewilligung oder Meldung nötig ist, prüft der Fachbetrieb mit dem Angebot.
Netzanschluss in Burgenland
Für die meisten Haushalte in Burgenland ist die Netz Burgenland GmbH der Netzbetreiber.
Anlagen bis 20 kW muss der Netzbetreiber auf Anzeige an das Netz anschließen. Er hat vier Wochen Zeit, um zu bestätigen oder aus Gründen der Sicherheit abzulehnen; danach ist anzuschließen (§ 96 ElWG). Sie erhalten einen Zählpunkt für die Einspeisung. Meist übernimmt der Fachbetrieb Anzeige und Fertigmeldung.
Bei neuen Anlagen darf der Netzbetreiber die Einspeisung auf 70 % der Modulspitzenleistung begrenzen, außer bei einer vereinbarten Leistung von höchstens 7 kW (§ 101 ElWG). Was Sie für eingespeisten Strom erhalten, lesen Sie im Ratgeber zum Einspeisetarif.
Was kostet eine PV-Anlage?
Zwei Beispielanlagen und der Batteriespeicher, mit Mittelwerten der amtlichen Marktstatistik. Ihren genauen Preis sehen Sie im Angebot.
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Kleines Einfamilienhaus
5 kWp
rund 9.300 €
inklusive 20 % Umsatzsteuer
ohne Umsatzsteuer rund 7.755 € (1.551 € je kWp)
Förderung des Bundes: derzeit keine, sie wird überarbeitet
Kleine Dachfläche, niedriger Verbrauch, ohne Wärmepumpe und E-Auto.
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Typisches Einfamilienhaus
10 kWp
rund 16.000 €
inklusive 20 % Umsatzsteuer
ohne Umsatzsteuer rund 13.360 € (1.336 € je kWp)
Förderung des Bundes: derzeit keine, sie wird überarbeitet
4-Personen-Haushalt, Wärmepumpe oder E-Auto möglich.
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Batteriespeicher dazu
Preis je kWh nutzbarer Kapazität
rund 850 €
inklusive 20 % Umsatzsteuer
ohne Umsatzsteuer rund 706 € je kWh
Förderung des Bundes: derzeit keine, sie wird überarbeitet, ab 2027 für Speicher geplant
Neue Speicher hatten 2024 im Mittel rund 20 kWh nutzbare Kapazität.
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Mittelwerte 2024 für schlüsselfertige Anlagen; die Preise der Anlagen gelten ohne Batteriespeicher. Preise mit Umsatzsteuer: eigene Rechnung. Derzeit gibt es keine Förderung des Bundes, sie wird überarbeitet; einzelne Bundesländer fördern zusätzlich.
- Stand 22.10.2026
- Quelle: Ratgeber „Was kostet eine PV-Anlage?“ mit Angaben der Marktstatistik des Bundes (Technikum Wien)
Häufige Fragen und Antworten
Was kostet eine PV-Anlage und wann amortisiert sie sich?
Die Kosten hängen von Anlagengröße (kWp), Dachform, Montageaufwand, Komponenten und Zusatzwünschen wie einem Speicher ab. Wann sich die Anlage amortisiert, bestimmen Eigenverbrauch, Strompreis, Einspeisetarif und Förderungen. In Ihrem Angebot sehen Sie beides konkret berechnet. Richtwerte mit Quelle stehen im Ratgeber Was kostet eine PV-Anlage in Österreich?
Lohnt sich ein Batteriespeicher?
Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch, ist aber nicht in jedem Fall wirtschaftlich. Ob er sich für Sie lohnt, hängt von Ihrem Verbrauchsprofil (vor allem Wärmepumpe und E-Auto), der Anlagengröße, den Speicherpreisen und der Vergütung für Strom ab, den Sie ins Netz einspeisen. Eine belastbare Empfehlung erhalten Sie mit dem Angebot, berechnet anhand Ihrer Daten.
Werden Förderungen berücksichtigt?
Ja. Die Fachbetriebe berücksichtigen im Angebot die Förderungen von Bund, Land und Gemeinde. Die genaue Höhe hängt von Standort, Anlagengröße und den gültigen Programmen ab und wird mit dem Angebot geprüft.
Erhalte ich wirklich „nur“ 3 Angebote?
Ja, und das ist Absicht: Wir geben Ihre Angaben ausschließlich an maximal drei passende Fachbetriebe weiter. So bleiben Ihre Daten geschützt, und Sie erhalten eine optimale Balance zwischen Auswahl und Aufwand.
Sind die Angebote wirklich kostenlos und unverbindlich?
Ja. Die Angebote kosten Sie nichts und verpflichten Sie zu nichts. Sie entscheiden selbst, ob und mit welchem Fachbetrieb Sie zusammenarbeiten.
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