Ja, für die meisten Einfamilienhäuser lohnt sich eine PV-Anlage. Eine Kilowattstunde vom eigenen Dach kostet über die Lebensdauer gerechnet deutlich weniger als die 0,293 Euro, die Haushalte 2025 laut Statistik Austria für Strom bezahlt haben.
Am meisten bringt der Strom, den Sie selbst verbrauchen. Für eingespeisten Strom zahlte die OeMAG im September 2026 10,168 Cent je Kilowattstunde, in anderen Monaten deutlich weniger.

Das Wichtigste in Kürze
- Strom kostete Haushalte 2025 vorläufig 0,293 Euro je kWh.
- Eingespeister Strom bringt den OeMAG-Marktpreis, 2026 zwischen 5,720 und 10,168 Cent je kWh.
- Eine Anlage mit 10 kWp erzeugt in den Landeshauptstädten rund 11.000 bis 13.700 kWh im Jahr.
- In unserem Rechenbeispiel kostet eine kWh vom Dach rund 8 Cent.
- Je mehr Strom Sie selbst nutzen, desto schneller ist die Anlage bezahlt.
- Stand 22.10.2026
- Quellen am Ende des Artikels
Was spart eine PV-Anlage?
Jede Kilowattstunde, die Sie selbst verbrauchen, müssen Sie nicht aus dem Netz kaufen. Strom kostete Haushalte 2025 laut Statistik Austria vorläufig 0,293 Euro je kWh.
Für einen Durchschnittshaushalt mit 3.500 kWh im Jahr nennt der Strompreismonitor der E-Control vom 1. Oktober 2026 Jahreskosten von 890,91 Euro bis 1.218,11 Euro, je nach Netzgebiet und lokalem Anbieter. Strom, den Sie nicht selbst brauchen, speisen Sie ein. Dafür erhalten Sie den Einspeisetarif Ihres Lieferanten oder den Marktpreis der OeMAG. Mehr dazu im Ratgeber zum Einspeisetarif.
Wie viel Strom erzeugt eine Anlage in Österreich?
Eine optimal ausgerichtete Anlage erzeugt je kWp im Jahr rund 1.100 bis 1.400 kWh. Die amtliche Marktstatistik rechnet mit 1.000 Volllaststunden, also 1.000 kWh je kWp.
Für die Landeshauptstädte nennt das Werkzeug PVGIS der EU-Kommission diese Erträge je kWp und Jahr, bei optimaler Neigung und Ausrichtung:
| Landeshauptstadt | Ertrag je kWp |
|---|---|
| Bregenz | 1.141 kWh |
| Eisenstadt | 1.200 kWh |
| Graz | 1.226 kWh |
| Innsbruck | 1.369 kWh |
| Klagenfurt | 1.252 kWh |
| Linz | 1.143 kWh |
| Salzburg | 1.128 kWh |
| St. Pölten | 1.142 kWh |
| Wien | 1.177 kWh |
Dächer nach Osten oder Westen liefern etwas weniger Strom, verteilen ihn aber über den Tag.
Was kostet eine Kilowattstunde vom eigenen Dach?
In unserem Rechenbeispiel rund 8 Cent. Wir rechnen mit einer Anlage von 10 kWp und den Werten aus den Quellen dieses Artikels:
| Annahme | Wert |
|---|---|
| Preis der Anlage | 16.032 € (1.336 € je kWp aus 2024, mit 20 % Umsatzsteuer) |
| Förderung des Bundes | nicht eingerechnet, derzeit keine |
| Ertrag | 10.000 kWh im Jahr (1.000 kWh je kWp) |
| Betrachtungszeit | 20 Jahre (unsere Annahme) |
| Kosten je kWh | 16.032 € ÷ (10.000 kWh × 20 Jahre) = rund 8,0 Cent |
Wartung, Versicherung, einen späteren Tausch des Wechselrichters und Zinsen enthält die Rechnung nicht. Sie erhöhen die Kosten je kWh. Auch dann bleibt der Abstand zum Strompreis groß.
Warum gibt der Eigenverbrauch den Ausschlag?
Weil eine selbst genutzte Kilowattstunde ein Mehrfaches einer eingespeisten wert ist. Selbst genutzt spart sie rund 29 Cent, eingespeist brachte sie 2026 je nach Monat 5,720 bis 10,168 Cent.
Den Eigenverbrauch erhöhen Sie, wenn Sie Strom dann nutzen, wenn die Sonne scheint: Waschmaschine und Geschirrspüler am Tag, ein E-Auto, das mittags lädt, oder eine Wärmepumpe. Ein Stromspeicher verschiebt Strom vom Mittag in den Abend.
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Häufige Fragen und Antworten
Lohnt sich eine PV-Anlage ohne Speicher?
In vielen Fällen ja. Auch ohne Speicher ersetzt der Strom, den Sie tagsüber selbst nutzen, Strom aus dem Netz zum vollen Preis. Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch, kostet aber zusätzlich.
Lohnt sich PV, seit die Umsatzsteuer wieder gilt?
Seit April 2025 gelten wieder 20 % Umsatzsteuer, das macht die Anlage teurer. In unserem Rechenbeispiel ist die Steuer eingerechnet; eine kWh vom Dach kostet trotzdem rund 8 Cent.
Lohnt sich ein Dach nach Osten oder Westen?
Oft ja. Ein Ost-West-Dach liefert etwas weniger Strom als ein Süddach, verteilt ihn aber über den Tag. Das passt oft besser zum Verbrauch im Haushalt.
Quellen
- Statistik Austria: Energiepreise, Steuern, aktualisiert 11.03.2026 (Werte 2025 vorläufig)
- E-Control: Strom- und Gaspreismonitor, Stand 01.10.2026
- OeMAG: Marktpreis, abgerufen 22.10.2026
- Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur und Technikum Wien: Innovative Energietechnologien in Österreich, Marktentwicklung 2024 (Mai 2025)
- EU-Kommission, Gemeinsame Forschungsstelle: PVGIS 5.3, Abfrage vom 15.10.2026 (optimale Neigung und Ausrichtung, 14 % Systemverluste)
- EAG-Abwicklungsstelle: Förderkalender, abgerufen 22.10.2026, und Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus: Pressemeldung vom 06.10.2026


